Samstag, 15. Dezember 2007

"Enjoy Yourself! It's Later Than You Think" - The Specials

Heute schreibe ich über die englische Ska-Band (The) Specials (das "The" ist nur auf einem Teil der Veröffentlichungen vorhanden, deswegen hab ich das einfach mal eingeklammert).

Die Specials spielten, wie schon gesagt, Ska. Und für mich sind sie sogar die Skaband schlechthin.
Sie gründeten sich 1977, also zur Zeit, als in England der Punk Hochkultur hatte, vom Punk sind sie auch etwas beeinflusst (aber bedeutend weniger als der etwa zehn Jahre später aufkommende Ska-Punk). Auch tourten sie noch vor dem Erscheinen eines Debüts mit der legendären und hier mittlerweile auch schon mehrfach hier erwähnten Punkband The Clash. Nach dieser Tour bekamen sie dann auch jede Menge anfragen von Plattenlabels, aber anstatt sich einer von diesen anzuschließen, gründete der Keyboarder der Band, Jerry Dammers, das Label "2 Tone", aber dazu später mehr.
Die Specials brachten in ihrer Ur-Besetzung nur zwei Alben heraus ("Specials" von 1979 und "More Specials" von 1980). 1981 verließen die meisten Mitglieder die Band und der Rest benannte sich in "Specials A.K.A." um. In den 90ern, nach einer mehrjährigen Trennung, hieß die Band wieder "The Specials", machte aber bei weitem nicht mehr so gute Musik. 1999 trennten sie sich dann endgültig.

Die Specials waren die erste Band der sogenannten "2 Tone-Welle" des Ska. Der Name der "Welle" kam, wie ihr euch schon denken könnt, von dem oben bereits erwähnten Label. Nahezu alle Bands dieser Welle (die bekanntesten dürften Madness sein) waren auf dem Label unter Vertrag, welches sich aber nicht als Plattenlabel sah, sondern als "Parodie eines Plattenlabels".
Die Specials waren es auch, die das Schwarz/Weiß-Schachbrettmuster, welches heute in zahlreichen Bandlogos zu finden ist und auch als typisch für Ska zählt, einführten, indem sie ihre Veröffentlichungen damit schmückten. Das Muster soll die Verbundenheit und die Zusammengehörigkeit von verschiedenfarbigen Menschen verdeutlichen (daher auch der Name 2 Tone: zwei (Farb-)töne), eine sehr lobenswerte und schöne Metapher.

Die Texte der Specials waren recht vielseitig. Einerseits gab es humorvolle Spass- und Gute-Laune-Texte (z.B. "Too Much Too Young": "You've done too much | much too young |
Now you're married with a kid | when you could be having fun with me"), andererseits aus Texte, welche ernstere Themen ansprach und den Rassismus anprangerte.

Für mich waren die Specials eine sehr gute, wenn nicht sogar die beste, Skaband. Warum das so ist, kann ich nicht wirklich sagen, ich finde diese Band aber einfach großartig. Es ist einfach ein tolles Gefühl meine Vinyl-Version des ersten Albums auf meinen Plattenteller zu legen und sie mir anzuhören. Wenn ich ihre Musik höre, ist schlechte Laune direkt wie verflogen.
Außerdem coverte eine meiner anderen absoluten Lieblingsbands, nämlich Tocotronic, einen Song der Specials, nämlich den Anti-Rassismus-Song "Racist Friend".

Die ersten beiden Alben, "Specials" und "More Specials", sind ohne Abstriche jedem zu empfehlen, der gerne Ska hört. Die späteren Alben, besonders die aus den 90ern, sind allerdings nicht so gut.
Besonders empfehlenswerte Songs: A Message to You Rudy, Enjoy Yourself (It's Later Than You Think), Gangsters, Little Bitch (mein Lieblingslied von ihnen), Nite Club, Rat Race, Rude Boys Outa Jail, Too Much Too Young

Links:
Wikipedia-Artikel
offizielle Homepage (mit ein paar Live-mp3s zum downloaden)
ausführliche 2 Tone-Diskographie

Was ist bloss mit dem Header los??

Als ich eben auf meinen Blog ging, da ich endlich nochmal ein bisschen schreiben wollte (was ich auch gleich machen werde), musste ich bemerken, dass das Bild oben nur noch zu einem Bruchteil angezeigt wird... Ich habe absolut keine Ahnung wieso.
Ich bin dadrüber schon irgendwie etwas sauer, da es schon seine Zeit gedauert hat, bis ich gezielt CDs ausgewählt, eine geeignete Perspektive und Anordnung ausgewählt hatte.
Naja, wie dem auch sei, hier habt ihr das Bild komplett.

Donnerstag, 29. November 2007

"I Got A Date With The Night" - Yeah Yeah Yeahs

Hallo zusammen
heute blogge ich über die New Yorker Band "Yeah Yeah Yeahs"

Die Yeah Yeah Yeahs gründeten sich 2000 nachdem Sängerin Karen O. (eigentlich Karen Orzolek) und Gitarrist Nick Zinner vorher zusammen in einer Band spielten, die akustische Liebeslieder spielte. Mit den Yeah Yeah Yeahs wollten sie genau das Gegenteil ihrer ersten Band machen. Erst Tage vor dem ersten Auftritt fanden sie dann auch einen Schlagzeuger (Brian Chase). 2001 und 2002 folgten dann die ersten Singles und EPs, 2003 das erste, übrigens sehr sehr gute, Album "Fever To Tell" und 2006 schließlich das Album "Show Your Bones".
Sie spielen eine sehr tanzbare und wilde Art von Indie-Rock mit Punkeinfluss. Aufgrund der Herkunft der Band (die New Yorker Kunst-Szene) wird ihre Musik auch als Art-Punk bezeichnet.

Ich schätze die Yeah Yeah Yeahs vor allem wegen ihrer Experimentierfreudigkeit, aber auch wegen ihrer Tanzbarkeit.

Empfehlenswerte Lieder (ja, die gibts jetzt auch endlich mal wieder):
Art Star, Date With The Night, Honeybear, Way Out, Pin (das erste Lied, was ich von ihnen kannte), Machine, Y Control

Links:
Offizielle Homepage
Fan-Seite
Indiepedia-Artikel

freie mp3s:
Art Star
Miles Away
Machine


Dienstag, 20. November 2007

"Well uh oh, oh I love her because she moves in her own way" - The Kooks

so... ich glaube das ist jetzt das erste mal, dass ich zwei Tage hintereinander was hier rein schreibe...
Heute geht's mal über eine Band, die sogar recht häufig im Radio läuft, nämlich über die englische Band The Kooks

The Kooks gründeten sich 2004 zwecks eines Auftrittes bei einer Uni-Veranstaltung (sie spielten "Reptilia" von den Strokes), allerdings hatten sie schon vorher öfters zusammengespielt. Ende 2005 nahmen sie dann ihr erstes Album "Inside In/Inside Out" auf, welches dann Anfang 2006 erschien. In England hatten sie mehrere Top-Ten Hits, in Deutschland ist aber vor allem der, wie ich finde sehr gute Song, "She Moves In Her Own Way" populär. Zur Zeit arbeiten sie an einem zweiten Album, welches Februar 2008 erscheinen soll.

Die Musik der Kooks ist Indie-Pop/-Rock, welcher überwiegend mit Akustik-Gitarren gespielt wird. Allerdings fließen auch andere Genres in ihre Musik ein, etwa Brit-Pop, Reggae, Soul und Blues.

Mir gefallen die Kooks, weil sie schöne, unbekümmert wirkende Songs schreiben, die man sich zu praktisch jeder Gelegenheit anhören kann, sei es im Sommer mit Freunden im Park oder auch im Winter alleine zu Hause.

Links:
Wikipedia-Artikel
offizielle Homepage (deutsch) (hier kann man sich unter "Free mp3" nach Eingabe seiner E-Mail-Adresse eine Akustik-Version des Liedes "Do You Love Her" herunterladen)
offizielle Homepage (englisch)

freie mp3:
- Belly Love

Montag, 19. November 2007

"Wenn die Liebe ein Schlachtfeld ist, dann ist das jetzt dein Den Haag" - Muff Potter

und schon wieder ist es schon über eine Woche seit meinem letzten Beitrag vergangen. Deswegen wird jetzt wieder was geschrieben und zwar über die Band Muff Potter

Muff Potter sind eine Punk Rock/Indie-Rock Band Münster. Sie benannten sich nach der Figur "Muff Potter" aus Tom Sawyer, dieser Muff Potter ist ein unschuldig des Mordes beschuldigter Landstreicher. Sie spielen eine Mischung aus Deutsch-Punk (hier dürften Slime ein großer Einfluss gewesen sein) und Indie-Rock ala Tocotronic. Sie selbst bezeichnen ihre Musik auch als "Angry Pop Music".
Muff Potter gründeten sich 1993 als reine Punk-Band, mit der Zeit wurde die Musik dann immer "indierockiger". 1996 erschien das selbstbetitelte Debütalbum, danach folgten bis heute fünf weitere Alben (1997: Schrei wenn du brennst; 2000: Bordsteinkantengeschichten; 2003: Heute wird gewonnen, bitte; 2005: Von wegen; 2007: Steady Fremdkörper).

Bei Muff Potter gefallen mir besonders die Texte, welche meistens sehr viel hintergründiger als bei anderen Punkbands sind. Die Texte handeln oft von Themen wie Verzweiflung, aber auch von Politik. Oft kommen auch abgewandelte Zitate und Sprichwörter zum Einsatz (Beispiele: "Wie schön, dass auch du verloren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst" aus "Von wegen (aus Gründen)" | "Lass mich der Elefant in deinem Porzellanleben sein" aus "Gefühlsbonzentreffen" | "Und ob du wirklich richtig stehst, merkst du wenn dir ein Licht aufgeht" aus "Punkt 9").

Der Sänger "Nagel" (alle Bandmitglieder treten nur unter Spitznamen auf, die anderen Mitglieder nennen sich Brami, Dennis und Shredder) veröffentlichte Anfang 2007 sein erstes Buch "Wo die wilden Maden graben". Dieses Buch, welches ich mit großer Begeisterung gelesen habe, handelt von dem Sänger einer Punkband, besonders der Gegensatz des Tour- und Alltagslebens. Das Buch hat starke autobiographische Züge, oft kann man die Band Muff Potter klar aus dem Buch heraus erkennen. Nagel betreibt auch das Soloprojekt "Freunde der Nacht/Ruhe" wo er ausschließlich Akusitkversionen von Muff Potter-Songs und eigene Songs spielt.

Die Band beteiligt sich an dem Projekt "Kein Bock auf Nazis", welches von der Punkband "ZSK" ins Leben gerufen wurde. Infos zu der Aktion gibt es hier.

Links:
Homepage
Seite in der Indiepedia
MySpace-Seite

legale mp3-Downloads:
- Jumping Someone Else's Train (The Cure-Cover)
- Punkt 9
- Placebo Domingo
- Young Until I Die

Samstag, 10. November 2007

"Fuck Forever" oder: Das musikalische Schaffen des Mr. Pete Doherty

Hallo

heute schreib ich mal was über den, meiner Meinung nach, genialen Musiker Pete Doherty. Ich beschränke mich auf die Musik und werde nichts über die diversen Drogeneskapaden schreiben.


Pete Doherty wurde 1979 in Hexham, England geboren. Da sein Vater beim Militär arbeitete wuchs er an verschiedensten Orten Europas auf.
Mit 16 oder 17 (hier habe ich sich widersprechende Quellen gefunden) gewann er einen Poesiewettbewerb und fing mit schreiben an. Später studierte er für kurze Zeit Englische Literatur in London, brach das Studium aber früh ab. Kurze Zeit später lernte er den Gitarristen Carl Barât kennen und gründete mit ihm seine erste Band The Libertines.

Die Libertines spielten Indie-Rock mit starken Punk-Einflüssen (der größte Einfluss dürften hier die in diesem Blog bereits erwähnten The Clash sein). Nach diversen Demoaufnahmen bekamen sie 2001 einen Plattenvertrag und brachten 2002 ihr Debütalbum "Up The Bracket" heraus. Dieses Album wurde, wie auch das folgende Album, vom Clash-Gitarristen Mick Jones produziert. Trotz diverser Streitereien in der Band erschien dann 2004 das zweite Album "The Libertines". 2004 zerstritt sich die Band immer mehr und Doherty gründete seine zweite Band, die Babyshambles. Nicht viel später erklärte
Carl Barât die Libertines für aufgelöst.

Die Musik der Babyshambles ähnelt stark der der Libertines, ist allerdings etwas ruhiger. 2005 erschien das, wieder von Mick Jones produzierte, Album "Down In Albion". Auftritte der Band mussten sehr oft kurzfristig abgesagt werden, da Doherty nicht auftauchte. 2006 erschien dann die EP "The Blinding", 2007 dann das zweite Album "Shotters Nation".

Insgesamt kann man sagen, dass Pete Doherty mit seinen Bands sehr gute Musik macht. Die von ihm geschriebenen Texte sind oft sehr poetisch gehalten.
Meiner Meinung nach wäre Doherty ein idealer Kandidat fürs "mit-27-einen-Rockstartod-sterben" gewesen (allerdings ist er inzwischen 28), denn er würde super zu anderen mit 27 verstorbenen Musikern passen: Kurt Cobain, Jimi Hendrix, Jim Morrison usw.. Alle diese Musiker waren 1. Gitarristen, 2. Sänger, 3. geniale Musiker und fielen 4. durch ihren Drogenkonsum und ihr wildes Leben auf.

Viele Demoaufnahmen von Dohertys Bands und auch einige Soloaufnahmen kann man umsonst aus dem Internet herunterladen (Link befindet sich unten).

Empfehlungen gibt es schon wieder keine, da ich mich zum wiederholten mal nicht auf einzelne Sachen beschränken kann und will.

Links:
offizielle Homepage der Libertines
offizielle Homepage der Babyshambles
verschiedene Aufnahmen als mp3-Download

Mittwoch, 31. Oktober 2007

"Eine Rockband fällt über eine Kleinstadt her" - Huah!

Guten Abend zusammen,
es ist fast 23 Uhr und ich hab nichts zu tun... daher dachte ich mir "jetzt bloggst du mal wieder was"
Heute schreibe ich über eine Band, die ich erst vor kurzer Zeit für mich entdeckt habe. Und zwar über die Band "Huah!"


Huah! waren, wie auch die schon hier erwähnten Tocotronic und die Sterne, ein Teil der "Hamburger Schule", im Gegensatz zu diesen beiden waren sie aber nie auch nur annähernd erfolgreich und lösten sich auch schon 1992 auf, also noch bevor es so richtig mit dieser Szene in Hamburg los ging.
Sie gründeten sich Mitte der 80er und zogen etwa zur gleichen Zeit nach Hamburg. Dort veröffentlichten sie dann 1987 ihre erste Single auf dem Indie-Label Buback. 1990 folgte dann das erste Album "Was machen Huah! jetzt?" auf L'age D'or (das Label, welches im nachhinein ja als das Hamburger Schule-Label schlechthin gilt), zwei Jahre später folgte dann das Album "Scheiß Kapitalismus" und wenig später löste sich die Band dann auf. Laut Aussage der Band waren die Gründe für die Trennung die "üblichen musikalischen und persönlichen Differenzen".
Musikalisch sind Huah! nur sehr schwer einzuordnen. Sie spielen irgendwas zwischen Punk, Indie-Rock, Soul und Jazz.

Der Band ist es auch zu verdanken, dass es überhaupt zur Gründung der großartigen Tocotronic gekommen ist, da deren Sänger Dirk von Lowtzow überhaupt nur wegen der Musik von Huah! sein Jura-Studium in Freiburg abbrach um nach Hamburg zu ziehen und dort Musik zu machen. Ironischer weise waren Tocotronic wiederum der Grund, weshalb der Huah!-Sänger Knarf Rellöm (den richtigen Namen verrate ich nicht. Tipp: lest den Namen mal rückwärts ;-) ) 2000 wieder nach Hamburg zog.
Tocotronic coverten übrigens den Huah!-Song "Die 10 Uhr-Show", weshalb ich überhaupt erst auf Huah! aufmerksam wurde.

Der zugegebener Maßen etwas seltsame Name der Band stammt aus einem Comicheft.
Der Titel des Beitrags ist der Titel eines Liedes auf dem Album "Scheiß Kapitalismus".
Seit 2005 tritt die Band wieder gelegentlich auf, ein Album ist aber wohl nicht geplant

Empfehlungen gibt es (mal wieder) nicht, da ich mich nicht auf einzelne Lieder beschränken kann/will.

Links:
Band-Seite bei Buback Records
Indiepedia-Artikel

Dienstag, 23. Oktober 2007

"This Is Radio Clash On Pirate Satellite" - The Clash

Hallo Leser

Heute geht's mal über eine Band, die mein Dasein als Musikkonsument so stark beeinflusst hat wie kaum eine andere. Es handelt sich um die englische Punk-Band The Clash.



Es war vor etwa 7 Jahren (also als sich so 13/14 war), als ich anfing mich mehr für Punkrock zu interessieren (vorher war mein Musikgeschmack wirklich sehr stark gemischt und auch noch stark vom Mainstream beeinflusst (aus dieser Zeit besitze ich noch echt peinliche CDs die aber gut im Schrank versteckt sind ;-) )). Dies fing mit den Toten Hosen an und so trug es sich dass ich mir von meinem Onkel zum Geburtstag oder zu Weihnachten eine CD von eben diesen wünschte. Was ich nicht wusste war, dass mein Onkel in jüngeren Tagen selbst diese Musik sehr gern hörte. Also gab er mir neben der gewünschten Hosen-CD noch eine gebrannte Version von dem Clash-Album "London Calling" (außerdem lieh er mir auch noch 2 Schallplatten: eine von den Sex Pistols und eine von Slime, welche mich aber damals nicht so interessierten, vor allem weil ich damals noch keinen Plattenspieler besaß).
Zunächst interessierte mich London Calling eher weniger, denn es war ja so alt (so denkt man in dem Alter ja gerne mal...). Nach einiger Zeit hörte ich dann doch mal rein und ich war sofort begeistert. The Clash sind es somit "Schuld", dass meine musikalische Entwicklung in Sachen Punk Rock nicht beim "Mainstream-Punk Rock" stecken blieb und ich auch begann, andere alte Punkbands zu hören (ein gutes Beispiel sind hier die Ramones). Auch ist es letzten Endes dem Album London Calling zuzuschreiben, dass ich überhaupt begann auch alte Musik zu hören und diese oft auch zu mögen.

The Clash spielten anfangs reinen, von den Sex Pistols beeinflussten, Punk Rock, welcher mit der Zeit aber immer anspruchsvoller und experimenteller wurde. Schon 1978 erschien mit "(White Man) in Hammersmith Palais" ein Lied als Single, welches schon nicht mehr stark an den ursprünglichen Punk Rock erinnerte, sondern stark vom Reggae und Ska beeinflusst war. Auch wurde später in Richtung Dub und volkstümliche Musik experimentiert (hier besonders die spanische und lateinamerikanische). The Clash waren auch eine der ersten Punk-Bands, die auch vom Mainstream wahrgenommen wurden (in Großbritannien und in den USA hatten sie sogar mehrere Top-Ten-Hits), was die Band selbst und insbesondere der Sänger Joe Strummer nicht gerade gut hießen. Die zunehmenden Erfolge führten auch dazu, dass sich die Band immer mehr zerstritt und sich 1986 dann nach dem zutiefst enttäuschenden Album "Cut The Crap" auflöste.
Nach der Auflösung arbeiteten die Bandmitglieder dann an verschiedenen Projekten (hier nur die "wichtigsten" Mitglieder):
Sänger/Gitarrist Joe Stummer: ein Soloalbum in den 80ern, zahlreiche Soundtracks und kleinere Filmrollen, zeitweise Sänger der Irish-Folk-Punk Band The Pogues und ab 1999 bis zu seinem Tod 2002 die großartige Band Joe Strummer & The Mescaleros
Gitarrist Mick Jones: zahlreiche unbekanntere Bands, derzeit Produzent (unter anderem The Libertines und die Babyshambles)
Bassist Paul Simonon: widmete sich nach The Clash vollständig der Malerei bis er 2006 unter anderem mit dem blur- und Gorillaz-Frontman Damon Albarn die Band "The Good, The Bad And The Queen" gründete

Zu sagen wäre noch, dass viele Bands (nicht nur aus dem Punk Rock-Bereich) The Clash als große Vorbilder sehen und sich als große Fans outen (z.B. Die Toten Hosen, The Libertines, Beatsteaks, Manic Street Preachers, R.E.M. oder auch U2).

Links:
Wikipedia-Artikel
englischsprachige Fanseite

Samstag, 20. Oktober 2007

"Komm stell dich in die Mitte, alte Plastiktüte" - Olli Schulz (und der Hund Marie)

Hallo Musikfreunde

heute schreibe ich mal was über den "Singer/Songwriter" Olli Schulz und seine Band Olli Schulz und der Hund Marie.



Olli Schulz macht schöne Lieder mit Akustikgitarre mit wirklich sehr sehr lustigen Texten.
Er fing als Roadie für diverse Musiker an und zu dieser Zeit fing er auch an Songs zu schreiben. Von diesen Songs hörte dann der Sänger der Band Kettcar und nahm in auf seinem Label "Grand Hotel van Cleef" unter Vertrag. Dort brachte er dann 2003 mit seinem Freund Max Schröder (alias Der Hund Marie, daher auch der Name) das Album "Brichst du mir das Herz brech ich dir die Beine" raus. Danach folgte 2005 "Das beige Album" (ja, das heißt wirklich so). Das nächste und bisher letzte Album "Warten auf den Bumerang" kam dann 2006 raus (allerdings nicht mehr auf Grand Hotel van Cleef sondern auf einem Unterlabel von EMI), die Band besteht seit dieser Zeit aus zwei weiteren Mitgliedern.

Live tritt Olli Schulz sowohl alleine, als auch mit seiner Band auf. Leider hatte ich dieses Vergnügen (noch!) nicht.

Er hat derzeit eine eigene Kolumne beim Berliner Radiosender "Radio Fritz" namens "Ein Schulz, ein Song", wofür er jede Woche einen Song schreibt. Diese Kolumne kann man sich auch als Podcast runterladen (Link siehe unten).

Darüber hinaus tritt er gelegentlich als "Bibi McBenson" auf. Bibi McBenson unterscheidet sich textlich stark, er verhält sich arrogant und eingebildet. Songs von Bibi McBenson erschienen als B-Seiten auf Olli Schulz Singles (laut Interviews wird Olli Schulz von Bibi McBenson dazu gezwungen, indem er ihm mit Gewalt droht). Darüber hinaus hat Bibi McBenson auch eine eigene MySpace Seite, wo es weitere Lieder gibt (Link siehe ebenfalls unten).

Man merkt Olli Schulz in diversen Texten und Interviews an, dass er ein sehr großes Musik-Allgemeinwissen hat. Außerdem parodierte er Bela B.'s Single "1.2.3..." als B-Seite ebendieser Single.

Links:
Ollis Kolumne auf Radio Fritz als Podcast
Offizielle Homepage
Ollis MySpace-Seite
Bibi McBensons MySpace-Seite

Mittwoch, 3. Oktober 2007

"Sag alles ab!" - Tocotronic-Konzert gestern in Köln

Hallo zusammen
gestern war ich schon wieder auf einem Konzert und zwar bei Tocotronic.


Es war der Auftakt der Tour und es war einfach toll. Die Band hat war super drauf und es war ohne Übertreibung eines der besten Konzerte auf dem ich war, wie ich es mir auch schon gedacht hatte ;-) Die Band spielte insgesamt ca. 2 Stunden. Durch tolle Licht- und Nebeleffekte wurde die tolle Stimmung noch erhöht. Auch wurden auf einer Leinwand noch teils leicht verwirrende Bilder und kurze Filmaufnahmen gezeigt.

Folgende Songs wurden gespielt:
Mein Ruin
Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen
Sie wollen uns erzählen
Verschwör dich gegen dich
Hi Freaks
Luft
Die Grenzen des guten Geschmacks 2
Free Hospital (als Live-Premiere! in den bisherigen 5 Jahren seit der Veröffentlichung wurde es noch nie live gespielt)
Kapitulation
Immitationen
Aus meiner Festung
Aber hier leben, nein danke
Mein Prinz
Sag alles ab
Explosionen

als Zugaben:
Pure Vernunft darf niemals siegen
Jackpot
Drüben auf dem Hügel
Freiburg (am Ende des Liedes verstimmte die Band ihre Instrumente und machte etwas "Lärm", z.B. wurde mit Pauken-Stöcken Schlagzeug gespielt und die Gitarrensaiten wurden am Bühnenrand und an den Verstärkern entlanggestrichen)